Behind the Picture #1

In dieser Serie möchte ich dir einen Einblick hinter die Kulissen geben, wie einige meiner Bilder entstanden sind, denn meist erzählt ein Bild allein doch noch keine tausend Worte.

 

Beginnen möchte ich die Serie mit einem Bild aus dem wunderschönen Elbsandsteingebirge in Sachsen.

 

Im Sommer 2017 habe ich gerade mein Abitur abgeschlossen und hatte nun einige Monate Zeit, um auf Fototour zu gehen. Eine dieser Touren führte mich nach Sachsen.


Eigentlich bin ich nur dort hingefahren, um die Rakotzbrücke bei Kromlau zu fotografieren. Ich suchte mir also einen Zeltplatz in der Nähe und brach für zwei Tage auf. Der Wetterbericht sagte einen leicht bewölkten Himmel voraus. Perfekt zum Fotografieren! Ich stellte mir schon ein traumhaftes Bild bei tiefstehender Sonne und leichtem Nebel über dem Wasser vor. Dort angekommen wurde ich natürlich von einem komplett bedeckten Himmel mit leichtem Regen begrüßt. Na toll... Aber gut, genau deshalb habe ich ja zwei Tage eingeplant.

 

 

Bei der Rakotzbrücke selbst war erstaunlich wenig los. Ich hatte mich schon auf 20 andere Fotografen eingestellt, war aber völlig allein. Etwas später kam dann doch noch jemand, es war Olli von tyrosize.de. Wir waren beide etwas enttäuscht vom Wetter und verabredeten uns für den Sonnenaufgang, in der Hoffnung auf besseres Wetter. Kurz: um 04:00 Uhr weckte ich den halben Zeltplatz für ein paar Bilder, die kaum vom Abend zu unterscheiden waren.
Etwas frustriert überlegte ich, den noch verbleibenden Tag abzuwarten. Olli empfiehl mir, dass ich mein Glück doch einmal bei der Bastei versuchen könnte. Da keine Aussicht auf besseres Wetter bestand, entschied ich mich dann auch dafür. Also zurück zum Zeltplatz und um 07:00 Uhr erneut die Ungunst meiner Nachbarn auf mich ziehen.

 

 

Am Nachmittag erkundete ich die Gegend rund um die Bastei und suchte mir einen Spot für den Sonnenuntergang und einen anderen für den Aufgang. Eigentlich erhoffte ich mir lediglich ein tolles Landschaftsbild vom Sonnenaufgang, doch schon der Sonnenuntergang war mit seinem Farbspiel wirklich beeindruckend.

 

 

Ich wollte mir eigentlich wieder einen Zeltplatz suchen, doch der Nächste war relativ weit entfernt. Was blieb mir anderes übrig? Ich suchte mir also einen Radweg und übernachtete dort am Wegesrand, auf dem Beifahrersitz meines kleinen Honda’s. Vor meinem inneren Auge, stellte ich mir schon einen wunderschönen Sonnenaufgang mit etwas Nebel unter der Basteibrücke vor. Ich sollte nicht enttäuscht werden! Als ich am nächsten Morgen aufwachte und den Nebel über dem Feld sah, war ich so motiviert und aufgeregt wie schon lange nicht mehr. Ich hatte bereits in Hose und Pullover geschlafen, sodass ich mir nur noch meine Schuhe anziehen musste. Nach drei Minuten fuhr ich dann auch schon los. So schnell bin ich wohl noch nie aus dem Bett gekommen…

Bei meinem Spot angekommen stand ich dann im tiefsten Nebel. Von der Basteibrücke war kaum etwas zu sehen. Zum Glück löste sich der Nebel pünktlich zum Sonnenaufgang. Ein traumhafter Anblick, dem das Bild kaum gerecht wird!

 

Für die Technik Geeks:
Das Bild habe ich mit meiner Nikon D5200 und dem Nikon 10-24mm bei ISO 100, Blende f7.1, 1/30s Verschlusszeit und 10mm aufgenommen.

 

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